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Airbus begleitet die Entwicklung chinesischer Zivilluftfahrt
   2005-10-13 16:50:43    cri
Auf dem Flughafen von Chengdu, der Hauptstadt der südwestchinesischen Provinz Sichuan, ist am 30. Juli ein Airbus A319 gelandet. Das von Airbus Deutschland in Hamburg-Finkenwerder gebaute Flugzeug war das erste von insgesamt fünf, die von der Gesellschaft China Southern Airlines bestellt worden waren. Die übrigen Maschinen werden in den nächsten beiden Monaten aus- und angeliefert.

Allerdings war Chinas größte Bestellung des Jahres bereits im April in die Airbus-Zentrale im französischen Toulouse eingegangen. Mit dem Kauf von 21 Flugzeugen aus der A320-Familie baut China Southern Airlines seine Airbus-Flotte aus. Die größte Fluggesellschaft Chinas, die 88 Ziele im In- und Ausland anfliegt und jährlich über 20 Millionen Passagiere befördert, hat Anfang April 15 Maschinen des Typs A320 und sechs der kürzeren Version A319 erworben.

Fu Jianxun, Sprecher von China Southern Airlines, bestätigte in einem Interview mit Radio China International die Neubestellungen seiner Fluggesellschaft, die bereits zwanzig A320- Jets in ihrer Flotte und vier Langstreckenflugzeuge des Typs A330-200 bestellt hatte:

Die Vereinbarung wurde am 9. April in Guangzhou unterzeichnet. Selbstverständlich handelt es sich um einen richtigen Großauftrag. Mit dem Einsatz der neuen Flugzeuge verfügt China Southern dann über die landes- und sogar asien-weit größte Flotte der A320-Familie.

Die rasche Entwicklung der chinesischen Wirtschaft und die damit einhergehende Verbesserung des Lebensniveaus der Bevölkerung hat dazu geführt, das Bedürfnis nach Mobilität und im konkreten Sinne die Nachfrage nach Flugzeugen steigen wird. Diese Ansicht teilt Adam Brown, Vizepräsident des europäischen Flugzeugkonzerns, der vor kurzem China besucht hatte:

Wegen der dramatischen Erhöhung des Einkommens der Bevölkerung ist die Nachfrage im Inlands-Flugverkehr von 1980 bis 1998 um das 20fache angestiegen. Mit anderen Worten stieg die Nachfrage jährlich im Durchschnitt um 18%. Rasch entwickelt hat sich China im Bereich der internationalen Flüge. Mit 20-prozentigem Wachstum im Durchschnitt ist die Beförderungskapazität der chinesischen Fluggesellschaften von 1980 bis 1998 um das 37fache gestiegen.

Laut Adam Brown könnte die positive Entwicklung auch in Zukunft anhalten und noch weitere Schritte folgen lassen. So wird die Beförderungskapazität aller chinesischen Inlands-Flotten im laufenden und kommenden Jahr um jeweils 20% wachsen. Danach wird das Wachstum jährlich bei ungefähr 8,1% legen. So rechnet man dann für das Jahr 2022 mit insgesamt 500 Mrd. Passagier-Kilometern.

Zurückzuführen sei die rasche Entwicklung des chinesischen Luftfahrtmarktes in erster Linie auf das kontinuierliche Wachstum des Bruttoinlandsprodukts und der Einkommen der Bevölkerung, auf die Neuregulierung der Flugpreise, die tendenzielle Privatisierung der Fluggesellschaften, die Lockerung der Flug-Abkommen mit zahlreichen Ländern sowie auf die zunehmende Zahl reisender Chinesen.

Weitere Impulse sind Branchenanalysten zufolge große Sport- und wirtschaftliche Ereignisse in den kommenden Jahren. Dazu gehören die Olympischen Sommerspiele und die Paralympics 2008 in Beijing, die Expo 2010 in Shanghai und die Asienspiele 2010 in der südchinesischen Metropole Guangzhou. Profitieren wird der chinesische Luftfahrtmarkt zudem von der Schaffung einer Freihandelszone zwischen China und den ASEAN-Ländern.

Infolge der vor allem aus China kommenden positiven Auftragslage stockt der europäische Flugzeugbauer Airbus seine Produktion am deutschen Standort in Hamburg auf. Konkret wird die Tochtergesellschaft des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS in der Flugzeugwerft in Hamburg-Finkenwerder die Herstellung der kleinen Modellreihe A318 bis A321 von zwölf auf fünfzehn Maschinen im Monat steigern.

Kleine Airbus-Modelle mit reichlich 100 Sitzen werden nach Brancheneinschätzungen auf dem chinesischen Markt in zunehmendem Maße gefragt sein. Dazu noch einmal Adam Brown, Vizepräsident des europäischen Flugzeugkonzerns Airbus:

Um der Nachfrage nach Beförderungskapazität vor allem im Bereich der Inlandsflüge nachzukommen und alte Flugzeuge zu ersetzen, brauchen chinesische Inlands-Fluggesellschaften bis zum Jahr 2020 mindestens 1316 Kleinraum-Flugzeuge mit reichlich 100 Sitzplätzen. Bis dahin wird China nach den USA zum zweitgrößten Luftfahrtmarkt werden. Unser Ziel ist es, den Airbus- Marktanteil von bisher 30% auf 50% zu erhöhen.

Weltweit hat Airbus dieses vorgegebene Ziel bereits erreicht. Nach eigenen Angaben hat der europäische Flugzeugbauer in der ersten Jahreshälfte einen Anteil von 52 Prozent am Weltmarkt erobert. Airbus-Chef Noeel Forgeard sagte unlängst auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough, sein Konzern habe zudem das Betriebsergebnis im Vergleich zum ersten Halbjahr 2003 deutlich verbessert. Bereits im Jahr 2003 hatte das Unternehmen mit 305 Auslieferungen erstmals in der Firmengeschichte den US- Rivalen Boeing überholt.

Das China-Geschäft von Airbus begann 1985. Damals lieferte Airbus erstmals Maschinen des Typs A310 an die Fluggesellschaft China Eastern aus. Mittlerweile hat die Airbus-Flotte in China von 29 Maschinen im Jahr 1995 auf derzeit 230 zugenommen.

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