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Mehr Männer in Pflegeberufen in China
  2013-05-30 14:28:55  CRI

 

Das war Krankenpfleger Li Sheng im Gespräch mit einem seiner Patienten. Herr Li arbeitet im Anding-Krankenhaus in Beijing, einer psychiatrischen Klinik. Einer Statistik zufolge dominieren männliche Krankenpflegekräfte die Branche in der chinesischen Hauptstadt. Beijing stellt dabei jedoch eine Ausnahme dar. Offiziellen Angaben zufolge wurden in China bis Ende 2011 über 2,24 Millionen Pflegekräfte registriert. Unter ihnen waren gerade einmal 20.000 Männer.

Männer haben bisher vor allem mit Akzeptanz-Problemen zu kämpfen. Auch Hou Lengbing, der seit über 20 Jahren als Oberpfleger im Anding-Krankenhaus tätig ist, kann dies bestätigen. Er erinnert sich an seinen Arbeitsbeginn:

"Zu Beginn hatte ich selbst Schwierigkeiten, meine Arbeit anzuerkennen. Aber nachdem ich mit meinen Patienten in Kontakt gekommen war, fühlte ich, wie sehr sie mich brauchen. Nach und nach merkte ich auch, wie wichtig Männer in der Krankenpflege sind, insbesondere bei Notfällen. Dies ist auch ein Ausgleich zu der psychischen Belastung. Heute freue ich mich sehr, wenn Patienten durch meine Pflege genesen."

Krankenpfleger arbeiten in China vor allem in Intensivstationen, Notaufnahmen bzw. Operationssälen. Dort wo großer Druck herrscht, erklärt Oberpfleger Yin Li in der Notaufnahme des Anding-Krankenhauses.

"Körperkraft und Ausdauer bringen Pflegern Vorteile gegenüber Krankenschwestern. Besonders bei Notfällen sind Krankenpfleger mutiger und sorgfältiger. Der Einsatz von männlichen Krankenpflegern reduziert häufig die Nervosität von Familieangehörigen der Patienten."

Mit der zunehmenden Akzeptanz in Pflegeberufen, schlagen immer mehr Studenten diesen Weg ein. Herr Wang ist Lehrkraft am Internationalen Institut für Krankenpflege an der Orientalischen Universität in Beijing. Wie er erklärt, habe die Zahl an Studenten, die in den vergangenen Jahren Krankenpflege als Hauptfach gewählt hätten, stets zugenommen. Die Perspektiven für Männer in diesem Berufsfeld seien gut.

"Die hohe Nachfrage nach Krankenpflegern, ist auf dessen schnelle Reaktionsfähigkeit und Flexibilität zurückzuführen. Unter rund 500 Studenten des Fachs „Krankenpflege" sind 13 bis 15 Prozent männlich. Ihre Beschäftigungssituation ist optimistisch. Viele Krankenhäuser brauchen noch mehr männliche Kräfte. Deshalb sind mehrere unserer Absolventen nach ihren Praktika direkt von Krankenhäusern übernommen worden."

Trotz des großen Arbeitsdrucks sind männliche Krankenpfleger offen und geduldig. Zudem zeigen sie große Leidenschaft in ihrem Beruf. So auch Li Sheng vom Anding-Krankenhaus. Er liebt seine Arbeit. Deshalb ist es ihm ein wichtiges Anliegen, dass die Akzeptanz von Männern in diesem Berufsfeld weiter steigt.

"Normalerweise dominieren bestimmte Gruppen verschiedene Berufsfelder. In machen geben Männer den Ton an, in anderen Frauen. Aber meiner Meinung nach gibt es keinen typischen Job für Männer bzw. Frauen. Was uns männlichen Krankenpflegern fehlt, sind Unterstützung, Verständnis und Vertrauen innerhalb der Gesellschaft."

Übersetzt von Zhang Chen

Gesprochen von Zhu Liwen

Forum Meinungen
• mengyingbo schrieb "Leben in Changshu"
seit etwas über einer Woche ist nun Changshu 常熟 in der Provinz Jiangsu 江苏 meine neue Heimat - zumindest erstmal für rund 2 Jahre.Changshu (übersetzt etwa: Stadt der langen Ernte) liegt ungefähr 100 km westlich von Shanghai und hat rund 2 Millionen Einwohner, ist also nur eine mittelgroße Stadt.Es gibt hier einen ca. 200m hohen Berg, den Yushan 虞山 und einen See, den Shanghu 尚湖...
• Ralf63 schrieb "Korea"
Eine schöne Analyse ist das, die Volker20 uns hier vorgestellt hat. Irgendwie habe ich nicht genügend Kenntnisse der Details, um da noch mehr zum Thema beitragen zu können. Hier aber noch einige Punkte, welche mir wichtig erscheinen:Ein riesiges Problem ist die Stationierung von Soldaten der USA-Armee in Südkorea...
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