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Nahrungsergänzungsmittel in China – Wunderpille oder Mogelpackung?
  2013-04-15 10:01:48  cri

Nach Statistiken der chinesischen Gesundheitsfürsorge-Vereinigung, eine Organisation der chinesischen Regierung, ist der Verbrauch von Gesundheitsprodukten in den letzten zwei Jahrzehnten jährlich zwischen 15 und 30 Prozent gewachsen. Diese Nahrungsergänzungsmittel haben auch an Beliebtheit unter Jugendlichen gewonnen. Der Vater eines Universitätsstudenten erklärt, warum er für seinen Sohn Nahrungsergänzungsmittel kauft: "Es ist gut für die Gesundheit meines Kindes, und ich denke, dass sich meine Investition lohnt, wenn mein Kind in der Lage ist, seine akademischen Ziele zu erreichen und gleichzeitig gesund zu bleiben. Ich denke, dass viele Eltern derselben Meinung sind."

Cao Zeyi, Vizedekan der Medizinischen Fakultät der Qinghua-Universität und ehemaliger Vizegesundheitsminister, glaubt, dass Chinas Nahrungsergänzungsindustrie wächst, es bei den Betrieben aber noch an Qualität mangelt. "Tatsächlich gibt es eine große Nachfrage in der Nahrungsergänzungsindustrie. Daher versuchen viele chinesische Unternehmen, einschließlich Produzenten dieser Ergänzungsmittel und Gesundheitsfürsorge-Einrichtungen, mit gefälschten Produkten Gewinne zu machen. Diese gefälschten Produkte sind wegen der Lücken in der Verwaltung und des Aufsichtsmangels auf den Markt gekommen."

Trotz dieser beunruhigenden Nachrichten hat die Nachfrage in China immer mehr Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln aus der ganzen Welt angezogen. Sie hoffen, von der Tendenz zu profitieren. Jeff Crowther, CEO der US-Chinesischen Vereinigung für Gesundheitsprodukte sagt, dass die Nahrungsergänzungsindustrie in China viel Potenzial habe, aber noch sehr unterentwickelt sei. In den Vereinigten Staaten und Europa könne der Konsument die Produkte an den verschiedensten Orten kaufen, so beispielsweise in Supermärkten, Gesundheitsproduktläden und Apotheken. Im Gegensatz dazu seien die Optionen in China beschränkt.

"In China sind es nur Apotheken und die sind wirklich kein idealer Ort, Nahrungsergänzungsmittel zu verkaufen. Für uns sind Apotheken nur für Arzneimittel. Und ich denke, das Problem liegt in der Ausbildung, warum Chinesen Nahrungsergänzungsmittel mehr wie eine Medizin betrachten, mit denen sie Krankheiten behandeln können. Und dafür sind sie eben nicht gedacht."

Marktzugang ist nicht das alleinige Hindernis. Jeff Crowther sagt, dass auch die komplizierten Genehmigungsverfahren die Entwicklung der Nahrungsergänzungsmittelindustrie Chinas hindern würden: "In China ist es nicht so einfach. Man braucht zwei Jahre, um die Registrierung zu bekommen, und es kann ungefähr 60.000 US-Dollar kosten. Und die Produkte müssen einer Reihe von Prüfungen unterzogen werden, um die Registrierung zu bekommen. Das hat viele Unternehmen von diesem Markt ferngehalten, weil es ziemlich teuer ist."

Laut Statistiken aus einem Bericht der chinesischen Gesundheitsfürsorge-Vereinigung sind in den letzten 15 Jahren ungefähr 644 Typen von Nahrungsergänzungsmitteln nach China exportiert worden, 63 Prozent davon aus den USA.

Übersetzt von Li Yan

Gesprochen von Yu Yue

Forum Meinungen
• mengyingbo schrieb "Leben in Changshu"
seit etwas über einer Woche ist nun Changshu 常熟 in der Provinz Jiangsu 江苏 meine neue Heimat - zumindest erstmal für rund 2 Jahre.Changshu (übersetzt etwa: Stadt der langen Ernte) liegt ungefähr 100 km westlich von Shanghai und hat rund 2 Millionen Einwohner, ist also nur eine mittelgroße Stadt.Es gibt hier einen ca. 200m hohen Berg, den Yushan 虞山 und einen See, den Shanghu 尚湖...
• Ralf63 schrieb "Korea"
Eine schöne Analyse ist das, die Volker20 uns hier vorgestellt hat. Irgendwie habe ich nicht genügend Kenntnisse der Details, um da noch mehr zum Thema beitragen zu können. Hier aber noch einige Punkte, welche mir wichtig erscheinen:Ein riesiges Problem ist die Stationierung von Soldaten der USA-Armee in Südkorea...
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