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Inflation dürfte im Jahr 2013 größeres Problem werden
  2013-01-06 08:57:53  cri
Die Weltwirtschaft wird auch im Jahr 2013 komplex und variabel bleiben sowie weiterhin ein langsames Wachstum aufweisen. Der Protektionismus wird in verschiedenen Formen weiterwachsen, und der Druck einer potenziellen Inflation und die Gefahr von Immobilienblasen werden zunehmen. Die Weltwirtschaft ist von einer Periode des schnellen Wachstums vor der globalen Finanzkrise in eine Periode der tiefen Transformation übergegangen. Dies geht aus der jährlichen zentralen Konferenz für Wirtschaftsarbeit Chinas hervor, die in Beijing vom 15. bis 16. Dezember abgehalten wurde.

Gao Cheng, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter am Nationalen Institut für Internationale Strategien an der Chinesischen Akademie der Sozialen Wissenschaften glaubt, dass die Weltwirtschaft für einige Zeit in einer schwachen Wachstumsphase bleiben wird, und es wird schwierig sein, diesen Trend trotz konventioneller Geschäfts- und Geldpolitik umzudrehen. Gegenwärtig ist es unumgänglich, eine umfassende, systematische und tiefe Transformation der Weltwirtschaft voranzutreiben. Die Genauigkeit und Effektivität dieser Transformation wird einen weitreichenden Einfluss auf die langfristige Entwicklung der Weltwirtschaft und den Wettbewerb zwischen den verschiedenen Ländern ausüben.

Xie Dongming, ein Wirtschaftsanalytiker an der OCBC Bank in Singapur sagte, dass die Weltwirtschaft weiterhin mit Unsicherheiten im nächsten Jahr zu kämpfen habe. Die US-Haushaltskrise ist nach wie vor ungelöst, und Europa hat trotz diverser Fortschritte und Verbesserungen nach wie vor mit der Schuldenkrise zu kämpfen. Die asiatische Wirtschaft bietet nach wie vor große Chancen, und die südasiatischen Länder sind nach wie vor stark bei Investitionen und heimischer Nachfrage. Die asiatischen Ökonomien werden auch im nächsten Jahr wachsen, während sich die Weltwirtschaft langsam erholen wird. Xiao Lian, Direktor am Center für US-wirtschaftliche Studien an der Chinesischen Akademie für Soziale Wissenschaften sagte, dass die entwickelten Länder eine Art "Den-Nachbar-Anbetteln" Politik etabliert hätten, um einen Vorteil aus dem unfairen internationalen Wirtschaftssystem zu ziehen und ihre eigenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten auf andere Länder zu übertragen. Diese Politik hätte nicht nur die allgemeinen Interessen aller Länder geschädigt, sondern auch die Erholung und die Entwicklung der entwickelten Ökonomien selbst beeinflusst.

Xie merkte an, dass die Inflation im nächsten Jahr ein größeres Problem werden würde. Die Ära des billigen Kapitals würde weitergehen, und die Vereinigten Staaten, Europa und Japan unterstützen ihre Wirtschaften durch eine extrem lockere Geldpolitik. Inflationärer Druck wird im nächsten Jahr signifikant zunehmen, gemeinsam mit einer weltweiten Wirtschaftserholung. Die lockere Geldpolitik der entwickelten Staaten hat jedoch auch große Auswirkungen auf die asiatischen Kapitalmärkte. Eine große Summe an Kapital ist in die asiatischen Aktienmärkte geflossen, um daraus Profit zu schlagen, doch dieser Prozess kann nicht lange anhalten. Die asiatischen Aktienmärkte haben sich zwar im Jahr 2012 robust entwickelt. Doch wenn die entwickelten Länder ihre Zinsen erhöhen oder die heimischen Ökonomien schwächer werden, werden riesige Kapitalabflüsse einen harten Schlag auf den asiatischen Kapitalmärkten verursachen. Die betroffenen asiatischen Länder sollten sich auf mögliche Risiken mit einer umsichtigen makroökonomischen Politik vorbereiten.

Nariman Behravesh, der Chef-Ökonomist bei HIS Global Insight sagte, dass die "hohe Unsicherheit" beim US Fiskal-Kliff, der europäischen Schuldenkrise und den Unruhen im Mittleren Osten und Nordafrika nach wie vor anhält, und die Fluktuationen in beide Richtungen bei den internationalen Massenwarenpreisen werden weitergehen. Die Situation im Mittleren Osten und Nordafrika ist der größte Unsicherheitsfaktor beim wichtigen Ölmarkt. Die Wirtschaften der Schwellenländer werden im nächsten Jahr schneller wachsen, sie könnten aber auch einen größeren Druck durch Kapitalflüsse und Währungsspekulationen erfahren. Die am höchsten entwickelten Länder und Regionen werden eine neutrale Währungspolitik adaptieren. Die Vereinigten Staaten, die Eurozone und Japan werden an einer engen Fiskalpolitik festhalten oder sogar noch verschärfen, um die Schuldenprobleme in den Griff zu bekommen.

Quelle: german.china.org.cn

Forum Meinungen
• mengyingbo schrieb "Leben in Changshu"
seit etwas über einer Woche ist nun Changshu 常熟 in der Provinz Jiangsu 江苏 meine neue Heimat - zumindest erstmal für rund 2 Jahre.Changshu (übersetzt etwa: Stadt der langen Ernte) liegt ungefähr 100 km westlich von Shanghai und hat rund 2 Millionen Einwohner, ist also nur eine mittelgroße Stadt.Es gibt hier einen ca. 200m hohen Berg, den Yushan 虞山 und einen See, den Shanghu 尚湖...
• Ralf63 schrieb "Korea"
Eine schöne Analyse ist das, die Volker20 uns hier vorgestellt hat. Irgendwie habe ich nicht genügend Kenntnisse der Details, um da noch mehr zum Thema beitragen zu können. Hier aber noch einige Punkte, welche mir wichtig erscheinen:Ein riesiges Problem ist die Stationierung von Soldaten der USA-Armee in Südkorea...
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