Die Toyota Motor Corp. wird die Produktion in seinem Werk in Tianjin nächste Woche auszusetzen, nachdem der Streit zwischen China und Japan um die Diaoyu-Inseln den Verkaufsrückgang bei japanischen Autos in China beschleunigt hatte.
Zwei der drei Produktionsanlagen in Tianjin werden ab dem kommenden Montag für die gesamte Woche geschlossen, berichtete Japans Nikkei Zeitung am Dienstag. Dies werde sich auf die Produktion von Modellen wie den Crown und Reiz auswirken.
Die Produktion des Kleinwagens Vios wird am 22. und 26. Oktober ausgesetzt, heißt es in dem Bericht weiter.
Toyota China war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Die Aussetzung folgt auf die Veröffentlichung eines Planes seitens Toyota, die gesamte Produktion in China in diesem Monat im Vergleich zum Vorjahr zu halbieren. Vorausgegangen war ein Boykott japanischer Produkte in China, einschließlich Autos, der durch die jüngste anti-japanische Stimmung ausgelöst wurde.
Toyota verkaufte im September 441.000 Pkw in China, ein Rückgang von fast 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang fiel deutlicher aus als noch im August und Juli als die Verkaufszahlen um 15 und fünf Prozent sanken. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern, welche beide die Diaoyu-Inseln als einen Teil ihres Hoheitsgebietes betrachten, sind auch weiterhin angespannt.
Zahlen des chinesischen Verbandes der Autohersteller (China Association of Automobile Manufacturers) zeigten, dass der Marktanteil der japanischen Autohersteller in diesem Jahr auf rund 20 Prozent gesunken ist. Im Jahr 2008 erreichten sie noch einen Höchststand von 30,8 Prozent.
Deutsche Automarken dürften die japanischen Modelle dieses Jahr in China in Bezug auf den Marktanteil überholen, falls die geopolitischen Streitigkeiten zwischen China und Japan nicht beigelegt werden, erklärte der Verband vergangene Woche.
Japanische Autohersteller erlebten im September einen jährlichen Rückgang von 40 Prozent bei den Pkw-Verkaufszahlen.
Quelle: german.china.org.cn



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