verantwortlich, in 77 Fällen waren es jedoch Besatzungsmitglieder, die ausländische Waren am Zoll vorbeibringen wollten. In einem Fall versuchte ein Flugkapitän, dessen Name, Alter und Nationalität nicht bekannt gegeben wurde, zehn Luxusuhren in einer Papiertüte aus dem Flughafen zu schmuggeln. Der Vorfall ereignete sich am 28. August, außerdem händigte der Kapitän dem Bordpersonal eine Luxustasche aus. Die Zollbeamten sagten, der Kapitän hätte versucht, die Tasche und die Uhren an das Bodenpersonal zu übergeben, um sie so am Zoll vorbei zu schmuggeln, allerdings wurde er von einem Inspektor auf frischer Tat ertappt. Der Kapitän wird derzeit zu dem Vorfall befragt. Zu den geschmuggelten Luxuswaren zählen Güter von Titoni, Carl F. Bucherer, Blancpain, IWC und Celine.
Dass Besatzungsmitglieder insgeheim auch als Schmuggler tätig sind, ist in der Industrie eine gängige Praxis und bereits seit längerem bekannt. Erst unlängst sorgte ein Fall für Aufmerksamkeit, als ein Gericht in Beijing eine Flugbegleiterin zu 11 Jahren Haft wegen Schmugglerei verurteilte. Die Verurteilte mit dem Namen Li war eine Stewardess bei Hainan Airlines wurde außerdem zu 500.000 Yuan (62.000 Euro) Schadenersatz verurteilt. Das Gericht sagte, Li hätte seit dem Jahr 2010 Kosmetikprodukte aus südkoreanischen Duty-Free Geschäften gekauft und sie dann nach China gebracht, um sie in ihrem eigenen Taobao-Internetstore gewinnbringend weiter zu verkaufen. Der Fall hatte in den Internetforen hitzige Debatten verursacht, da Übersee-Produkte bei chinesischen Online-Einkäufern sehr populär sind. Einige Websites wie beispielsweise auch taobao.com, Chinas größte elektronische Einkaufsplattform, sind nach wie vor überschwemmt davon. Nach Informationen des chinesischen Zollamts sind Passagiere verpflichtet, Produkte für den Eigengebrauch, die im Ausland gekauft wurden am Zoll zu deklarieren, sobald der Wert der Ware insgesamt 5.000 Yuan (625 Euro) übersteigt. In solchen Fällen wird auf die Ware eine Steuer eingehoben. Die Regeln sind klar, doch viele Passagiere befolgen sie nicht und versuchen, sich Zahlen der Steuer zu ersparen. Einen Rekord stellte übrigens ein Passagier am Flughafen von Shanghai auf, der nach einem Flug aus Paris insgesamt 247 Luxusgüter bei sich hatte. Ein Tourleiter wurde dabei erwischt, als er 80 Kosmetiksets von Lancome und Estee Lauder von Japan nach China schmuggeln wollte. Die Beamten sagten, einige Tourguides würden sogar versuchen, die Ware an Touristen weiterzugeben, um nicht selbst beim Schmuggeln erwischt zu werden. Passagiere werden daher davor gewarnt, Güter von anderen Personen anzunehmen, da sie sonst selbst bestraft werden könnten.
Quelle: german.china.org.cn



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