2012 findet die Präsidentschaftswahl in den USA statt. Im Großen und Ganzen haben sich die chinesisch-amerikanischen Beziehungen nicht verändert. Allerdings werden neue Faktoren Besonderheiten in die bilateralen Beziehungen mit sich bringen. In den vergangenen Jahren wurden Fragen über China während der amerikanischen Wahlen oft als ein Top-Thema heftig debattiert.
Zu diesen traditionellen Themen in den amerikanisch-chinesischen Beziehungen gehören die 3T-Fragen: Trade, Taiwan und Tibet. Im Jahr 2011 haben der Wechselkurs der chinesischen Währung RMB und der Waffenverkauf an Taiwan zu angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern geführt. Auch während des Wahlkampfs und der Wahlen werden die 3Ts diskutiert. Besonders die Handels- und die RMB-Frage stehen im Mittelpunkt. Demokrat Barack Obama plädiert für eine Druckausübung zur Aufwertung des RMB. Mittlerweile hegen auch die republikanischen Kandidaten eine negative Haltung gegenüber China.
Allerdings sollten die Politiker auch einen Fokus auf eine Durchführbarkeit ihrer Politik nach den Wahlen legen. Insbesondere die Republikaner vertreten die Interessen der Unternehmer. Eine harte ökonomische Politik gegenüber China wird auf Einwände dieser Unternehmer stoßen, die enorme wirtschaftliche Interessen an China haben.
Ein neues Thema, das zwischen China und den USA steht, ist die Frage bezüglich des Südchinesischen Meeres. Die USA haben bereits die Etablierung eines „panpazifischen Systems" initiiert und geplant. Wirtschaftlich ist die Vereinbarung über die Transpazifische Partnerschaft (TPP) ins Leben gerufen. Laut der vor kurzem veröffentlichten militärischen Strategie der USA, will das Land seine militärische Präsenz in der asiatisch-pazifischen Region in den kommenden zehn Jahren verstärken. Solche Planungen richten sich hauptsächlich gegen das wirtschaftlich aufstrebende China. Allerdings sind die USA zurzeit noch im Nahen Osten zu Gange. Nach dem Irak-Krieg droht die Iran-Frage zu eskaliert. In der Iran-Frage brauchen die USA ebenfalls die Unterstützung von China. Zudem werden die chinesisch-amerikanischen Beziehungen auch von der Situation auf der koreanischen Halbinsel beeinflusst. Die Nordkorea-Frage kann also auch zu einem Konsultationsbereich zwischen beiden Staaten werden.



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