Demnach habe Ford den Weg für den Verkauf von Volvo an Geely aus der Provinz Zhejiang frei gemacht. Wirtschaftsexperten schätzen die Fusion von Geely und Volvo als eine der bislang größten Firmenzusammenschließungen einer chinesischen und einer internationalen Automarke ein. Erste Schätzungen setzen den Preis des Deals auf zwei bis 2,3 Milliarden US-Dollar an. Doch bevor das Geschäft unter Dach und Fach ist, müssen noch rechtliche und finanzielle Details ausgearbeitet werden. Auch muss das Übernahmekonzept von der staatlichen Aufsicht überprüft und gebilligt werden. Derzeit sieht alles nach einem endgültigen Verkauf im zweiten Quartal 2010 aus.
Ford hatte 1999 Volvo gekauft. Allerdings lag der Umsatz der Marke immer hinter den Erwartungen. Im dritten Quartal diesen Jahres hat Volvo Verluste von etwa 420 Millionen US-Dollar eingefahren. Damit schrieb Volvo für die vergangen vier Quartale kontinuierlich Rote Zahlen. Seit dem vergangenen Jahr hatte Ford begonnen, sich nach Käufern für Volvo umzusehen, um sich auf seine Kernmarken konzentrieren zu können. Im Oktober hatte dann Ford entschieden, dass Geely der ideale Käufer für die Marke aus Schweden sei.
Unterdessen hat der Autobauer Geely versichert, falls es zu einer endgültigen Fusion käme, dann würde Volvo weiterhin als weltweit führende Automarke in puncto Sicherheit und Umweltschutz bestechen und sich bei der Konkurrenz auf dem chinesischen Automarkt behaupten können. Von Ford hieß es, durch den Verkauf würde Volvo genügend Kapital erhalten. Dies sei notwendig, um das Geschäft der Marke auszubauen und global zu etablieren.
Vertreter von Geely sagten zuvor, laut ersten Gesprächen würden die Produktions- und Forschungszentren sowie Gewerkschaften und Geschäftsnetze Volvos weiterhin erhalten bleiben. Gleichzeitig werde Volvo seinen Absatzmarkt und Geschäfte mit Zulieferern in China ausbauen. Ziel sei auch, dass Volvo in der Zukunft von einer unabhängigen Geschäftsführung verwaltet werde. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich derzeit noch im schwedischen Göteborg. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.



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