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John Rabe - In China unvergessen
  2009-11-27 16:54:18  cri
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Das Resultat der Online-Abstimmung von Radio China International "In China unvergessen - Zehn verdienstvolle ausländische Freunde" ist nun bekannt: Zu den ausländischen Persönlichkeiten, auf die am meisten Stimmen entfielen, gehört auch der Deutsche John Rabe. In seinem Tagebuch beschreibt er detailliert die Verbrechen der japanischen Truppen während der Besatzung in Nanjing. Seine humanitäre Wohltätigkeit sowie seine Leistungen für die Freundschaft zwischen China und Deutschland werden für immer unvergessen bleiben.

John Rabe hatte fast 30 Jahre in China gelebt. Während des Nanjing-Massakers zu Jahreswechsel zwischen 1937 und 1938 hatte er in der weniger als vier Quadratkilometer großen Sicherheitszone mehr als 200 000 Chinesen vor der Ermordung durch die japanischen Truppen gerettet. Der Enkel von John Rabe, Professor Thomas Rabe erinnert sich:

"Unser Großvater John Rabe hat immer in seinen Tagebüchern geschrieben, er habe sich verantwortlich gefühlt für die Menschen, mit denen er über Jahre hinweg Geschäfte für die Fa. Siemens gemacht habe, die zu seinen Freunden wurden, wo er und seine Familie lange Zeit gelebt haben, wo seine Kinder und seine Enkelkinder geboren wurden. Er und seine Familie sei von den Chinesen auch immer gut behandelt worden, auch während des großen Krieges. Es ist also eine Frage der Menschlichkeit und der Verantwortung für Menschen, die dadurch gewachsen ist, dass mein Großvater so lange Zeit in China gelebt hat. Er schreibt an einer Stelle in seinen Tagebüchern: "Man kann doch seine Freunde in der Not nicht im Stich lassen". Als Enkel von John Rabe möchte an dieser Stelle jedoch betonen, dass mein Großvater nicht alleine war. John Rabe war der Vorsitzende des Internationalen Komitees zum Schutz der Sicherheitszone in Nanjing, einer Gruppe von 17 internationalen Missionaren, Hochschulprofessoren und Geschäftsleuten - ohne die Hilfe dieser Freunde wäre die Rettung der Zivilbevölkerung in Nanjing nicht möglich gewesen."

In seinem Tagebuch hat John Rabe öffentlich gegen die Gräueltaten der japanischen Truppen protestiert. Sein Tagebuch ist noch heute ein wichtiges Beweisstück für das Nanjing-Massaker. Dazu meinte Professor Thomas Rabe:

"Wir sind stolz, dass unser Großvater John Rabe den Mut und die menschliche Stärke hatte, während des japanischen Überfalls auf China und Nanjing 1937/1938 in Nanjing zu bleiben, obwohl er selbst um sein eigenes Leben Angst haben musste. Sicher hatte auch seine Familie Angst um ihn, dass er im Krieg sterben könnte. Hinzu kam, dass er nicht gesund war. Er litt u.a. an Diabetes mellitus und brauchte regelmässig Insulin, allein das war schon in Kriegszeiten ein erhebliches Risiko. Wir sind froh, dass unser Großvater John Rabe zusammen mit seinen Freunden vom Internationalen Komitee die innere Kraft und das Gottvertrauen hatte, diese große Aufgabe zu bewältigen und so seinen chinesischen Freunden in Nanjing 1937/1938 helfen und so viele retten konnte.

Im Namen der Familie Rabe möchte ich an dieser Stelle betonen, dass wir es als große Ehre empfinden, dass die chinesische Bevölkerung unseren Großvater John Rabe als einen Ihrer "10 Freunde China" ausgewählt hat. "
 
Im Dezember 1996 wurde das Tagebuch von John Rabe auf einer Pressekonferenz der Gesellschaft zum Gedenken der Todesopfer des Nanjing-Massakers in New York zum ersten Mal vorgestellt. Später wurde das Tagebuch in englischer, chinesischer, deutscher und japanischer Version veröffentlicht, was weltweit für großes Aufsehen sorgt.

Forum Meinungen
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"Hallo Zusammen, nachdem ich an dieser Umfrage teilgenommen habe, kam heute bereits das Präsent an -> Ein inhaltlich sehr wertvoller Sprachkkurs - bestehend aus einer CD und 6 Begleitbüchern "Alltags-Chinesisch" von CRI & Hanban/Confucius Institute Headquarters ... mehr>>"
• maomao schrieb: Kohle und Atom immer noch als Überbrückungstechnologie?
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• Soda Pool schrieb: Deutsche Spuren in Qingdao
"Hallo, alle Forenmitglieder! Keine chinesische Stadt erinnert ihre Besucher so stark an das deutsche Flair wie Qingdao. Ich denke an Bier, an die deutsche Architektur aus der Zeit der deutschen Kolonialherrschaft und auch an die starke Präsenz deutscher Wirtschaft und Industrie ... mehr>>"
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