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Ein Paradies auf Erden
  2008-10-17 10:54:00  cri
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Jiuzhaigou ist ein Tal mit zwei Seitenarmen, das im Autonomen Kreis Aba der Qiang und der Tibeter im Westen der Provinz Sichuan liegt. Im 40 Kilometer langen Tal gibt es insgesamt neun Dörfer, die von Tibetern bewohnt sind. Daher nennt man das Tal Jiuzhaigou, auf Deutsch Tal der neun Dörfer.

Der Tourist Nerohem Yam aus Israel ist von der malerischen Wasserlandschaft in Jiuzhaigou begeistert:

"Das ist der schönste Ort Chinas. Ich habe nirgendwo so beeindruckende Wasser- und Gebirgslandschaften gesehen. Hier wirkt alles einzigartig."

Das Wasser ist die Seele der Landschaft in Jiuzhaigou. Im Tal gibt es mehr als 100 Seen. Die Tibeter nennen die Seen Haizi, oder Kinder des Meeres.

Das Wasser ist so kristallklar, dass man die Steine und Wasserpflanzen deutlich sehen kann. Das Wasser scheint von verschiedenen Blickwinkeln aus, unterschiedliche Farben zu haben. Steht man nahe am Changhai, oder dem Langen See, beobachtet man grünes Wasser. Geht man etwas weiter weg, sieht das Wasser blau aus.

Die Farben des Wassers stehen in engem Zusammenhang mit der Karstlandschaft in Jiuzhaigou. Das Wasser enthält eine große Menge an Kalzium-, Magnesium- und Kohlensäureione. Diese Ione reflektieren blaues und grünes Licht besonders stark. Daher sieht das Wasser blau oder grün aus, zumal auf dem Grund mehr als 200 verschiedene Arten von Wasserpflanzen wachsen.

Im Jahr 1992 wurde Jiuzhaigou in die UNESCO-Liste der Weltnaturerben aufgenommen.

Gebirge und Seen betrachten die Tibeter als heilig. Sie sehen alle Berge, Seen und Pflanzen als Götter an. Die Tibeterin Yna Manhon erzählt, sie sei von klein auf so erzogen worden, dass man alle Pflanzen in der Umgebung gut pflegen soll:

"Wir Tibeter sind Pantheisten. Wasser, Gebirge und Bäume sind Geschenke der Götter. Menschen sind verpflichtet, diese zu schützen, und dürfen sie nicht zerstören. Ältere Menschen sagen ihren Kindern, dass man im Fluss nicht Wäsche waschen darf. Auch Abfälle dürfen nicht in den Fluss geschüttet werden."

Huanglong ist auch eine bekannte Sehenswürdigkeit im Westen Sichuans. Es liegt 130 Kilometer von Jiuzhaigou entfernt. Im Jahr 1992 wurde Huanglong zusammen mit Jiuzhaigou von der UNESCO in die Liste der Weltnaturerben aufgenommen.

Wie Jiuzhaigou ist Huanglong auch für seine schöne Wasserlandschaft bekannt. Im Tal erstreckt sich ein vier Kilometer langer gelbfarbiger Kalksinter. Dieser schlängelt sich wie ein Drache zwischen Urwäldern und schneebedeckten Gipfeln. Auf dem Kalksinter sind mehr als 3.000 Seen und Teiche. Sie befinden sich in unterschiedlichen Höhen. Am höchsten gelegen ist eine Seenkette, die aus 700 kleineren Teichen besteht. In der Sonne zeigen die Seen verschiedene Farben. Daher nennt man die Kette Wucaichi, oder fünffarbige Seen.

Text: Wei Ning   Bearbeitung / Übersetzung: Lu Ming   Sprecherin: Zhu Liwen

Forum Meinungen
• wikinger schrieb "Sinnlose Forschungen"
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• Ralf schrieb "Fotowettbewerb "China so nah"
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